1911
  • Erster Frauentag
    Erster Frauentag

    Clara Zetkin in den 1920er Jahren, während ihrer Zeit als Reichstagsabgeordnete. Quelle: Wikipedia

    Die Sozialistin Clara Zetkin schlägt 1910 nach amerikanischem Vorbild einen Frauentag vor, hat jedoch kein spezielles Datum im Sinn. Am 19. März 1911 findet dann zum ersten Mal der Internationalen Frauentag statt, das erste Motto: „Heraus mit dem Frauenwahlrecht!“. Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und die Schweiz beteiligen sich daran.

    1921 wird der Frauentag zu Ehren der streikenden Frauen während der Oktoberrevolution einheitlich auf den 8. März verlegt. 1977 wird dieses Datum auch von den Vereinten Nationen in einer Generalversammlung bestätigt. Weltweit ist der 8. März in 26 Ländern zu einem gesetzlichen Feiertag geworden, auch in China haben die Frauen am Nachmittag „arbeitsfrei“.

1919
1933
  • Frauenrechte im dritten Reich
    Frauenrechte im dritten Reich

    1933-1945: Die NSDAP schaltet Frauenorganisationen gleich und schafft den Weltfrauentag ab. Das passive Wahlrecht wird Frauen aberkannt.

    Die Rolle der Frau im dritten Reich wird auf ihre mütterlichen Attribute zurückgeschraubt. Sie soll hauptsächlich weitere Nationalsozialisten gebähren, ihr arisches Erbgut verbreiten und sich dem Mann unterordnen.  Die Politik des dritten Reichs stellt damit eine Gegenbewegung zu den Emanzipatorischen Bestrebungen in der Weimarer Republik dar – die Emanzipation wird von den Nationalsozialisten als „jüdische Erfindung“ deklariert.

    Mit der Begründung des „Doppelverdienertums“ wurden Frauen vermehrt aus dem Beruf verdrängt. Ehestandsdarlehen wurden an Ehemänner gezahlt, wenn ihre Frau den Beruf aufgibt – für jedes Kind das danach geboren wurde, verringerte sich dieser Kredit um ein Viertel. Zudem wurden die Bildungschancen von Frauen eingeschränkt und mit der institutionalisierung des Muttertages und des Mutterkreuzes die Rolle eines „Brutkastens“ in der Gesellschaft weiter verankert.

1947
  • Erste Ministerin in NRW
    Erste Ministerin in NRW

    Die erste Ministerin Nordrhein-Westfalens: Christine Teusch. Bildquelle: Schulministerium NRW

    Am 19. Dezember wird Christine Teusch zur ersten Ministerin in NRW ernannt. CDU-Ministerpräsident Karl Arnold ernennt sie zur Kultusministerin, das Amt hat sie bis 1954 inne. Die Ernennung erfolgt gegen den Widerstand von Konrad Adenauer, der damalige Fraktionsvorsitzende der CDU in NRW. Auch die Kirche spricht sich gegen eine Ernennung von Teusch aus.

    Das Schulministerium NRW schreibt zu Christine Teusch:

    Insbesondere wurde für das Kultusministerium damals befürchtet, dass im Zusammenklang mit den bereits tätigen fünf Referentinnen der „weibliche Einfluss (…) voraussichtlich ins Ungemessene steigen“ werde, so dass der damalige Ministerpräsident Arnold sich veranlasst sah, C. Teusch zu erklären, „dass er im Ministerium keine Weiberherrschaft wünsche“.

    Christine Teuschs bildungspolitisches Wirken war jedoch- allen gegenteiligen Vermutungen zum Trotz- sehr weitreichend und prägend für die nordrhein-westfälische Bildungsstruktur. Ihre Schulpolitik zielte auf soziale Veränderungsnotwendigkeiten, so gehörte u.a. die Idee des zweiten Bildungsweges, die Entwicklung von Abendgymnasien und Volkshochschulen, die Verringerung der Klassengrößen in Volksschulen und Förderschulen, die Verankerung von Elternrechten in den Grundlagen der Schulverfassung und die Förderung von Schulneubauten zu ihren Initiativen.

     

1949
  • Gleichberechtigung kommt ins Grundgesetz
    Gleichberechtigung kommt ins Grundgesetz

    Am 23. Mai 1949 erfolgte mit der Verkündung des Grundgesetztes, durch den parlamentarischen Rat in Bonn, zugleich die Geburtsstunde der Bundesrepublik Deutschland und zum Anderen die verfassungsgemäße Sicherung der Gleichheit von Männern und Frauen. Eines der wichtigsten Grundrechte in Artikel 3 lautet: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ (Artikel 3;Absatz 2;GG)

    Artikel 3

    (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

    (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

    (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

     

    Elisabeth Selbert war eine von vier Frauen, im Parlamentarischen Rat der Bundesrepublik, die das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland mit konzipierten und somit eine der wichtigsten Vorraussetzungen für die heutigen Paritätsdebatten setzten.

    Die Fraktionsvorsitzende der Grünen Bundestagsfraktion, Renate Künast, wirft angesichts des 60 jährigen Jubiläums des Grundgesetzes einen Blick zurück:

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1957
  • Römische Verträge
    Römische Verträge

    Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

    Mit der Verabschiedung der  Römischen Verträgen von 1957 hält in Europa erstmals die Zielvorgabe der „Besserung der Lebens- und Beschäftigungsbestimmungen“ einzug.

    Zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft wird in den Römischen Verträgen festgehalten, dass Männer und Frauen für die gleiche Arbeit auch den gleichen Lohn erhalten müssen. Bis heute herrscht jedoch immer noch der sogenannte „Gender Pay Gap“ – in Deutschland lag er 2006 bei 23 Prozent.

    Bericht der Nachrichtenagentur AFP zum Equal Pay Day:

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1961
  • Antibabypille in Deutschland
    Antibabypille in Deutschland

    Verschiedene Antibabypillen, Bild: Ceridwen/Wikipedia

    Die Antibabypille kommt am 1. Januar auf den deutschen Markt und trägt enorm zur sexuellen Selbstbestimmung bei. Sie ist bis heute das am häufigsten verwendete Verhütungsmittel in östlichen und westlichen Industrienationen.

     

  • Erste Bundesministerin
    Erste Bundesministerin

    Elisabeth Schwarzhaupt am Rednerpult, 1957. Quelle: BArch N 1177/166

    Die erste deutsche Bundesministerin heißt Elisabeth Schwarzhaupt und kommt aus der CDU. Von 1961 bis 1966 leitet sie das Ressort Gesundheit. Am 14. November wurde sie vom damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer in das Amt berufen, das sie auch unter dem Kanzler Ludwig Erhard bekleidete.

    Im Bundesarchiv beschreibt Elisabeth Schwarzhaupt ihre Ministerschaft wie folgt:

    „“Sicher war es ein Erfolg, was die Frauen angeht, dass wir zunächst durch meine Ministerschaft gewissermaßen den Fuß in eine bisher verschlossene Tür gesetzt haben. […] das Ergebnis war […], dass bisher kein Kabinett mehr ohne Frau gebildet worden ist.“

1968
  • Beginn der neuen Frauenbewegung
    Beginn der neuen Frauenbewegung

    Die Mitglieder des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) weigern sich, die Forderungen des Aktionsrats zur Befreiung der Frau anzuerkennen. Die Studentin Sigrid Rüger wirft vor lauter Wut eine Tomate auf den SDS-Theoretiker Hans-Jürgen Krahl – die neue Frauenbewegung hat begonnen. Nach diesem Ausdruck des Protests gründeten sich in den Universitätsstädten vermehrt Frauengruppen bzw. Weiberräte, die auf die bestehenden Geschlechterungerechtigkeiten aufmerksam machten.

     

     

1971
  • Demonstrationen gegen Abtreibungsverbot
    Demonstrationen gegen Abtreibungsverbot

    Gegen das Abtreibungsverbot und für ihre körperliche Selbstbestimmung protestieren 374 Frauen im Stern unter dem Titel „Wir haben abgetrieben!“ – darunter auch die Schauspielerinnen Senta Berger und Romy Schneider. Diese Offenbarung stellte einen Tabubruch dar und war ein wichtiger Meilenstein innerhalb der Frauenbewegung.

1977
  • Reform des Familienrechts
    Reform des Familienrechts

    In der Bundesrepublik wird das Familienrecht reformiert. 1977 wird mit dem neuen Eherecht die „Hausfrauenehe“ abgeschafft. Bisher mussten Männer ihren Frauen die Berufstätigkeit erlauben. Im Folgejahr wird das Erb-, das Scheidungs- und das Ehegüterrecht geändert und der Gleichberechtigungsgrundsatz eingeführt.

     

1979
1980
1981
  • „Nein zu Gewalt an Frauen“
    „Nein zu Gewalt an Frauen“

    Grabstätte der Mirabal-Schwestern, Quelle: The Singularity/Wikipedia

    Zum ersten Mal wird der Internationale Gedenktag „Nein zu Gewalt an Frauen“, der auf die Ermordung der drei Mirabal-Schwestern am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik zurückgeht, weltweit begangen. Die Schwestern Mirabal, die gegen den tyrannischen Diktator Trujillo opponierten, wurden nach ihrer Festnahme durch den militärischen Geheimdienst zunächst monatelang gefoltert und anschließend getötet.

     

1983
  • Das Feminat
    Das Feminat

    Die Grünen ziehen 1983 zum ersten Mal in den Deutschen Bundestag ein. Im Jahr darauf wählt die Bundestagsfraktion einen rein weiblichen Vorstand – das sogenannte Feminat.

     

1986
  • Erste Bundesfrauenministerin
    Erste Bundesfrauenministerin

    Rita Süßmuth, Bild: CC-BY-SA Stephan Röhl

    Das Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit wird um den Aspekt der Frauen ergänzt, Rita Süßmuth wird die erste Frauenministerin der Bundesrepublik.

  • Grünes Frauenstatut
    Grünes Frauenstatut

    Die Grünen verabschieden das Frauenstatut: Alle ungeraden Plätze auf den Wahllisten sind ab sofort Frauen vorbehalten und die Grünen Gremien paritätisch zu besetzen. Damit werden die Grünen Vorbild für alle anderen Parteien.

     

     

1987
  • GRÜNE Frauenquote
    GRÜNE Frauenquote

    Die Grünen NRW führen die Frauenquote ein.

1990
  • GRÜNE ziehen in Landtag ein
    GRÜNE ziehen in Landtag ein

    Erste Doppelspitze in der Grünen Fraktion: Michael Vesper und Bärbel Höhn

    Die GRÜNEN ziehen mit genau 5,0% in den Landtag ein – natürlich quotiert. Die erste Doppelspitze im Fraktionsvorstand bilden Bärbel Höhn als Vorsitzende und Michael Vesper als parlamentarischer Geschäftsführer.

  • Frauenministerin in NRW
    Frauenministerin in NRW

    Erste Frauenministerin in NRW: Ilse Ridder-Melchers

    Ilse Ridder-Melchers (SPD) wird Ministerin für Gleichstellung von Mann und Frau des Landes Nordrhein-Westfalen und bleibt es bis 1998. Im Jahr darauf scheitert sie im Kreis Coesfeld als Landratskandidatin mit 27,2% und zieht nicht wieder in den Landtag.

1994
  • Gleichberechtigungsgesetz
    Gleichberechtigungsgesetz

    Was im Grundgesetz seit 1949 verankert ist, wird endlich in Angriff genommen: Das Gesetz zur Durchsetzung der Gleichberechtigung tritt in Kraft. Frauen sollen unter Wahrung des Vorrangs von Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung gefördert werden. Ziel ist auch, den Frauenanteil bei den ArbeitnehmerInnen zu erhöhen sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern.

     

1995
  • Rot-Grün in NRW
    Rot-Grün in NRW

    Die erste GRÜNE Ministerin in NRW: Bärbel Höhn

    Bei der Landtagswahl 1995 in Nordrhein-Westfalen verliert die SPD ihre absolute Mehrheit und geht mit den GRÜNEN eine Koalition ein. Bärbel Höhn tritt am 17. Juli 1995 als Ministerin für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft  in die von Ministerpräsident Johannes Rau geführte Landesregierung ein. Insgesamt steht Bärbel Höhn 10 Jahre dem Umweltministerium in NRW vor, seit 2000 als Ministerin für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

1998
  • Erste GRÜNE Bundesministerin
    Erste GRÜNE Bundesministerin

    Von 1998 bis 2001 erste GRÜNE Bundesministerin

    Seit 1998 regiert auf Bundesebene die erste Rot-GRÜNE Koalition. Mit Andrea Fischer bekleidet die erste Grüne das Amt einer Bundesministerin. Am Am 27. Oktober 1998 beruft Bundeskanzler Gerhard Schröder sie als Bundesministerin für Gesundheit in die Bundesregierung.

    Im Gefolge der BSE-Krise trat sie am 9. Januar 2001 gemeinsam mit dem Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke von ihrem Amt zurück.

1999
  • Gender Mainstreaming
    Gender Mainstreaming

    Die rot-grüne Bundesregierung verabschiedet das Konzept „Gender Mainstreaming“ als Leitprinzip zur Gleichstellung zwischen Männern und Frauen. Hinter dem Begriff steckt ein integrativer, gesamt-gesellschaftlicher Ansatz, der mehr bedeuten soll als die reguläre Frauenpolitik. SPD und Grüne haben den Gleichstellungsgrundsatz mit dem Gesetz als Querschnittsaufgabe verstanden.

  • Landesgleichstellungsgesetz in NRW
    Landesgleichstellungsgesetz in NRW

    In NRW tritt das Landesgleichstellungsgesetz, das die Gleichstellungsorientierung in den Landesverwaltungen und den Kommunen rechtsverbindlich vereinheitlicht, in Kraft. Es dient zur Verwirklichung des Gleichberechtigungsgrundsatzes von Frauen und Männern. Frauen sollen gefördert werden, um bestehende Benachteiligungen abzubauen. Ziel des Gesetzes ist es auch, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer zu verbessern

2000
  • Enquete-Kommission in NRW
    Enquete-Kommission in NRW

    Der Landtag von NRW beruft unter dem Vorsitz von Marianne Hürten (Grüne) die die inzwischen abgeschlossene Enquete-Kommission ”Zukunft einer frauengerechten Gesundheitsversorgung in NRW” ein. Die geschlechtsspezifisch differenzierte Betrachtung der Gesundheitsversorgung wird somit erstmalig als unverzichtbare Voraussetzung für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem in Nordrhein-Westfalen anerkannt.

     

     

2001
  • Elternzeit
    Elternzeit

    Im Gesetz zur Elternzeit wird ein Anspruch auf Teilzeitarbeit mit Rückkehrrecht in den ersten drei Jahren für Mütter und Väter festgesetzt. Damit verbessert Rot-Grün die Rahmenbedingungen für Eltern erheblich.

  • „Girls Day“
    „Girls Day“

    Der erste bundesweite „Girls Day“ startet als Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen ab der fünften Klasse. Am letzten Donnerstag im April jeden Jahres wird Mädchen und jungen Frauen die Möglichkeit gegeben, in technische Berufe oder naturwissenschaftliche Studiengänge hinein zu schnuppern. Der Girls’Day ist das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen. Seit dem Start haben bei einer stetig steigenden Zahl an Veranstaltungen insgesamt über 1.000.000 Mädchen teilgenommen. Im Jahr 2010 erkundeten mehr als 122.000 Mädchen Technik und Naturwissenschaften, über 9.600 Unternehmen und Organisationen haben sich beteiligt.

2002
  • Gewaltschutzgesetz
    Gewaltschutzgesetz

    Das Gewaltschutzgesetz wird vom Bundestag verabschiedet. Es schafft eine klare Rechtsgrundlage für Schutzanordnungen des Zivilgerichts, was insbesondere Kontakt-, Näherungs- und Belästigungsverbote umfasst. Wird ein Partner gewalttätig, kann die Polizei ihn von nun an aus der Wohnung weisen. Das Opfer darf im gemeinsamen Haushalt verbleiben.

  • Arbeitskreis „Frauen in Not“
    Arbeitskreis „Frauen in Not“

    Der von der grünen Landtagsfraktion initiierte Arbeitskreis „Frauen in Not“ verabschiedet seine erste Resolution „Frauen in Not brauchen Unterstützung und nicht Druck und Diskriminierung!“ Die UnterzeichnerInnen lehnen in dem Papier die pauschale Diffamierung oder gesetzliche Benachteiligung von Sozialhilfeempfängerinnen ab, die in vielen Fällen unverschuldet in Not geraten sind.

2010
2011
  • KUTAIRI
    KUTAIRI

    Zum Internationalen Aktionstag „Null Toleranz bei weiblicher Genitalverstümmelung“ am 6. Februar richtet das NRW-Gesundheits- und Emanzipationsministerium die telefonische Beratung „KUTAIRI“ für die Opfer weiblicher Genitalbeschneidung ein. Damit haben betroffene Frauen und Mädchen zum ersten Mal die Möglichkeit, sich anonym beraten zu lassen. Aber auch Angehörige und Fachkräfte wie Erzieherinnen können das Angebot nutzen.

  • Erster Gleichstellungsbericht
    Erster Gleichstellungsbericht

    Die Bundesregierung veröffentlicht den von einer unabhängigen Kommission erstellten 1. Gleichstellungsbericht, der u.a. Mindestlöhne, eine Geschlechterquote für Aufsichtsräte und ein neues Gesetz zu Wahlarbeitszeiten fordert. Die Analyse setzt den Fokus auf die Themen Lebensverläufe, rechtlich verankerte Rollenbilder, Bildung, Erwerbsarbeit, Zeitverwendung und soziale Sicherung von Männern und Frauen im Alter. Das zentrale Ergebnis der Kommission: Bis zur echten Chancengleichheit der Geschlechter ist es noch ein weiter Weg.

    http://www.fraunhofer.de/Images/110204_Gleichstellungsbericht_final_tcm7-78851.pdf
  • Macht Mal Laut – Landesweites Frauenforum der GRÜNEN NRW
    Macht Mal Laut – Landesweites Frauenforum der GRÜNEN NRW

    Welche Anreize muss Politik bieten, um Frauen mit unterschiedlichen Hintergründen und unterschiedlicher Altersgruppen zu aktivieren? Welche Hürden existieren und wie kann man diese abbauen?

    Am 1. und 2. April findet unter dem Motto „Macht Mal Laut“ das landesweite Frauenforum der GRÜNEN NRW statt.

    100 Jahre Forderung nach der Hälfte der Macht liegen hinter uns. Mittlerweile wollen alle mehr Frauen auch in Spitzenpositionen in Politik und Wirtschaft sehen. Aus den unterschiedlichsten Gründen. Nur bei der Frage nach dem Weg zu diesem Ziel scheiden sich immer noch die Geister. Während einige auf die freiwillige Selbstverpflichtung setzen, wird der Ruf nach verbindlichen Regeln immer lauter. Das Ziel einer gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an gesellschaftlichen und politischen Entscheidungsprozessen findet heute allgemeinen Zuspruch. Für uns GRÜNE ist seit 25 Jahren klar, dass nur die Quote geeignet ist, mehr Frauen gleichberechtigte Teilhabe an Politik zu ermöglichen. Demokratie geht nur, wenn auch Frauen an der politischen Willensbildung partizipieren.

    Anmeldung und das Programm für Freitag und Samstag findet ihr auf der Seite des Grünen Landesverbandes.

1911
1919
1933
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1949
1957
1961
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1971
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1979
1980
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1983
1986
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